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Upcoming exhibition: Konrad Friedel - Schalentiere

Opening: 04.05.2017 at 6:00 p.m.

KONRAD FRIEDEL
SCHALENTIERE
04.05.2017 – 27.05.2017

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG:
04.05.2017 um 18:00 Uhr

Präsentiert von rauminhalt_harald bichler
Schleifmühlgasse 13, 1040 Wien

Die Galerie Rauminhalt_Harald Bichler zeigt von 04.05.2017 bis 27.05.2017 in einer Einzelausstellung unter dem Titel „Schalentiere“ neue und einzigartige Licht- und Raumskulpturen von Konrad Friedel.

Das Schaffen des niederösterreichischen Künstlers und Entwerfers Konrad Friedel ist von seiner Liebe zum Handwerk geprägt. Die besondere Wertschätzung gegenüber der handwerklichen Betätigung und seine Freude an der direkten Auseinandersetzung mit dem Material führten ihn schrittweise an die Entwicklung einer eigenständigen Formensprache heran. Diese findet aktuell in einer Serie skulpturaler Lichtobjekte – den sogenannten „Schalentieren“ – ihre signifikanteste Umsetzung.

Nachdem sich Friedel fast zehn Jahre lang mit Holz beschäftigt hatte, setzte er sich 2009 – angetrieben von seiner experimentellen Neugier und im Rahmen zahlreicher Entwürfe für Lampen – erstmals mit anderen Materialien auseinander. Zu diesen zählte neben Epoxidharz, Plexiglas, Glasfasern und Stoff auch Metall. Während der Arbeit an diesen frühen Leuchten, die bereits stark von einem skulpturalen Gedanken geleitet waren und zunächst unterschiedlichste Materialien kombinierten, ergaben sich verschiedene Verschnitte hohler Stahlkugeln in Form von Kalotten und Kugelsegmenten, welche Friedel formal besonders interessierten. Von den Möglichkeiten der Weiterverarbeitung dieser Verschnittsegmente fasziniert, richtete Friedel schon bald sein Hauptaugenmerk auf diese Formelemente. Mittels feiner Schweißnähte verband er sie zu neuen Lichtskulpturen, die er in der Folge als „Schalentiere“ betitelte.

Das formale Konzept der „Schalentiere“ – skulpturalen Hängeleuchten, Boden- und Tischlampen, die als Unikate oder Kleinserien gefertigt werden – präsentiert sich zugleich in dessen Betitelung und führt die vielschichtigen Formprozesse und Wahrnehmungsebenen begrifflich zusammen: Segmente kugelförmiger Hohlkörper in Form von Schalen und Kugelschnitten verbinden sich zu skulpturalen Formen, die den Eindruck erzeugen, sich mit ihren organischen, oft auch sphärisch anmutenden Körpern wie kriechende Tiere im Raum auszubreiten, einzufügen oder diesen aufzusprengen. In den letzten Jahren hat dieser Arbeitsprozess Untergruppen der Idee der „Schalentiere“ generiert – so etwa die sogenannten „Würmlinge“, die das Konzept der Schalentiere formal in differenzierter und neuer Form zum Ausdruck bringen.
Die verwendeten Segmente der teils feingliedrig gearbeiteten „Schalentiere“ brechen die ursprünglich geschlossenen Kugelformen auf und lassen ihre Innenflächen sichtbar werden. Durch das Verschweißen der einzelnen Teile an ihren Fügungsschnitten setzt Friedel diese in eine direkte Verbindung, um neue Formen zu kreieren, welche Innen- und Außenflächen jeweils spannungsreich gegeneinandersetzen. Dadurch zeigen sich für das Auge bei der Betrachtung der „Schalentiere“ aus verschiedensten Blickwinkeln immer neue Formen, Verschränkungen und Konturen.