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13.11. – 29.11.2014

KONRAD FRIEDEL: SCHALENTIERE

The exhibition "Schalentiere" presents light sculptures by the Austrian artist and designer Konrad Friedel.

Friedel developed the idea of his spherically looking lamp series “SCHALENTIERE” during his work with different metal components for light objects. While exploring new design forms, Friedel found the inspiration for his „Schalentiere” in the offcuts of hollow metal balls in form of caps as well as circular segments. By combining these offcuts in a manual process, Friedel creates new sculptural forms. The complex manual process, which includes the precise welding seams, the manual bronzed steel and the lacquering in turn inspires the form of each unique design.

Schalentiere


In handwerklicher Präzisionsarbeit und mittels exakt gesetzter Schweißnähte verbindet Friedel diese Segmente zu einzigartigen Objekten, die sich durch eine besondere skulpturale Qualität auszeichnen. Die gleichsam sphärisch wie animalisch anmutenden Formen erfahren durch ihre dunklen, handbrünierten Außenflächen und die farbig lackierten Innenflächen eine zusätzlich Betonung. Aus dieser Farbgebung ergeben sich Kontraste, die ein Spannungsgefüge erzeugen, welches sich auf die Plastizität überträgt und jedes "Schalentier" in dessen Wirkung neu definiert. Handwerk und Form inspirieren sich innerhalb dieses Herstellungsprozesses maßgeblich gegenseitig und sind für Friedel untrennbar miteinander verbunden. So entwickelt sich jedes Objekt aus der Bearbeitung des Materials und dem jeweiligen Setzen der feinen Schweißnähte, welche die einzelnen Elemente miteinander verschmelzen.

Die Idee und Formensprache der "Schalentiere" als skulpturale Boden-, Tisch- und Hängeleuchten wird von Konrad Friedel seit 2012 konsequent weitergeführt. Eine jüngste Weiterentwicklung findet sich in Form eines Sitzobjektes, welches erstmals in der Ausstellung präsentiert wird.

Die ebenfalls in der Ausstellung gezeigten Stehleuchten "Spoty" und "Aimi" verbinden in ihrer Erscheinung formale Eigenschaften der "Schalentiere" mit einer industriellen und betont technischen Ästhetik, die Schrauben und Hebelelemente nicht verschleiert, sondern gezielt als gestalterische Elemente nutzt.

Seit 2014 arbeitet Friedel an einer neuen Lampenserie mit dem Title "Rohrsystem (RS)". Vergleichbar mit den "Schalentieren" öffnet und durchbricht Friedel hohle Stahlkörper – im speziellen Fall gebogene Rohre – und kreiert daraus ebenfalls einzigartige skulpturale Leuchtobjekte.

Mit den Stehlampen "Lou" und "Fantesticles" sowie den zwei Tisch- bzw. Bodenlampen aus der Serie Lichtfaltungen stellt die Ausstellung zudem frühe Arbeiten aktuellen Ergebnissen zur Seite. Diese verdeutlichen die für Friedels Schaffen kennzeichnende Verbindung von Skulpturalität und Funktionalität so wie seine Suche nach ständig neuen Formen.